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SKD an internationaler Brustkrebs-Studie beteiligt

Das Städtische Klinikum Dessau ist derzeit das einzige Zentrum in Sachsen-Anhalt, das Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem HER2-positivem Brustkrebs die Teilnahme an der internationalen Studie BREnnA (WO46069) ermöglicht. In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wird dabei ein neuer Wirkstoff geprüft, der die Blut-Hirn-Schranke überwinden und damit auch Hirnmetastasen erreichen soll.

Die Phase-II/III-Studie richtet sich an Patientinnen mit vorbehandeltem, inoperablem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem HER2-positivem Mammakarzinom, teils mit Metastasen des Zentralnervensystems. Geprüft wird der Wirkstoff RO7771950 im Vergleich zum bereits zugelassenen Tucatinib, jeweils in Kombination mit Trastuzumab und Capecitabin. Ziel der Studie ist es, herauszufinden, ob die neue Substanz wirksamer ist als der bisherige Behandlungsstandard – insbesondere bei Hirnmetastasen, die bislang schwer zu behandeln sind.

Für Patientinnen und Patienten in einer schwer zu behandelnden medizinischen Situation eröffnet die Studie die Möglichkeit, im Rahmen einer klinischen Prüfung eine innovative Therapie zu erhalten. Dr. med. Hermann Voß, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiter des Brustkrebszentrums am Städtischen Klinikum Dessau, betont die Bedeutung für die Region: „Für unsere Patientinnen und Patienten ist es ein großer Gewinn, dass wir ihnen mit dieser Studie eine Behandlungsoption bieten können, die es sonst in unserer Region nicht gibt. Gerade bei einer so schwer zu behandelnden Erkrankung macht jede zusätzliche Möglichkeit einen Unterschied. Wir sind stolz darauf, dass unser Haus als einziges in Sachsen-Anhalt diesen Zugang ermöglichen kann, und sehen darin auch eine Bestätigung für die Qualität unserer Arbeit im Brustkrebszentrum."

Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet können an der Studie teilnehmen. Erfahrungen aus anderen am Zentrum durchgeführten Studien zeigen, dass eine Teilnahme auch bei längerer Anreise gut umsetzbar ist. Die dafür erforderlichen Abstimmungen übernehmen die Studienkoordinatorinnen der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Annett Schneider und Jaqueline Werner. „Wer sich für eine Teilnahme interessiert, kann sich jederzeit direkt bei uns melden. Wir klären gemeinsam mit dem ärztlichen Team, ob die Studie im Einzelfall infrage kommt, und begleiten die Betroffenen durch den gesamten Ablauf", sagt Jaqueline Werner, Studienkoordinatorin Klinische Studien an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Annett Schneider
Telefon: 0340 501-3873
E-Mail: annett.schneider@klinikum-dessau.de

Jaqueline Werner
Telefon: 0340 501-3871
E-Mail: jaqueline.werner@klinikum-dessau.de

Informationen zu weiteren klinischen Studien können auf der Homepage eingesehen werden.

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