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Zahl des Tages: 350

Neue Zahlen aus der Antikörpertherapie des Klinikums. Mitttlerweile wurden im Klinikum 350 Covid-Patienten mit monoklonalen Antikörpern gegen SARS-CoV-2 behandelt - mehr als die Hälfte davon allein seit Anfang November. Von den insgesamt 350 seit März behandelten Risikopatienten sind nur elf Patienten verstorben (3 Prozent). Lediglich sieben mussten auf die Intensivstation verlegt werden (2 Prozent).

Die Behandlung ist sowohl stationär als auch ambulant (von den 350 wurden bislang 164 Patienten ambulant versorgt) möglich. Seit Mitte November haben die bei der einstündigen Infusion eingesetzten Medikamente auch eine offizielle EMA-Zulassung. Nebenwirkungen sind bislang bei keinem Patienten aufgetreten.

Angesprochen werden in erster Linie sogenannte Risikogruppen. So ist die Antikörper-Therapie für Menschen mit einer Störung des eigenen Immunsystems, z.B. durch Krebserkrankungen, Chemotherapie, mit Übergewicht, Diabetes, Lungenerkrankungen, Hypertonie, Herz- und Nierenerkrankungen oder Rheumatischen Erkrankungen gedacht. Auch über 50-jährige mit einer Covid-Infektion gelten als Risikopatient.

Lebensentscheidend ist die Zeit zwischen Diagnose und dem Auftreten schwerer Symptome. „Ziel muss es sein, innerhalb der ersten sieben Tage nach Beginn der Infektion das Eindringen des Coronavirus in die Zellen zu verhindern und dadurch auch das Risiko eines schweren Verlaufs zu minimieren“, so Prof. Dr. med. Gerhard Behre, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin I.

Positiver Nebeneffekt: Auch die stationäre Verweildauer im Klinikum konnte durch die Anwendung der Antikörper von 17 auf 9 Tage nahezu halbiert werden.

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