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Zahl des Tages: 126

An der Klinik für Nuklearmedizin des Städtischen Klinikum Dessau, einschließlich der angeschlossenen MVZ-Betriebsstätte, wurde im vergangenen Jahr bei 126 Patientinnen mit Brustkrebs eine sogenannte Wächterlymphknoten-Szintigraphie durchgeführt. Das entspricht einer Verdopplung im Vergleich zum Jahr 2024.

Diese anspruchsvolle, aber äußerst hilfreiche Untersuchung wird direkt vor einer Brustkrebsoperation eingesetzt. Dabei geht es nicht nur um die Entfernung des Tumors selbst, sondern auch darum, den Lymphknotenbereich – meist in der Achselhöhle – zu beurteilen. Dorthin könnten einzelne Krebszellen gestreut haben. Früher wurden bei vielen Patientinnen vorsorglich zahlreiche Lymphknoten entfernt, was nicht selten zu belastenden Spätfolgen wie Lymphödemen im Arm führte.

Heute kann das dank der Wächterlymphknoten-Szintigraphie oft vermieden werden. Der sogenannte Wächterlymphknoten ist der erste Lymphknoten, in den die Lymphflüssigkeit aus dem tumorbefallenen Brustgewebe abfließt. Mit der nuklearmedizinischen Methode lässt er sich vor und sogar während der Operation zuverlässig aufspüren. Die Operateurinnen und Operateure können diesen einzelnen Lymphknoten schonend entfernen und anschließend gezielt pathologisch untersuchen lassen. Nur wenn dort Tumorzellen gefunden werden, müssen weitere Lymphknoten entfernt werden – anders als früher, als dies routinemäßig geschah. Dadurch sinkt das Risiko für Lymphödeme deutlich. Und das Ganze erfolgt mit einer sehr geringen Strahlenmenge, die weder für Patientinnen noch für das Personal gesundheitsschädlich ist.

Prof. Dr. med. Henryk Barthel, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin, sagt dazu: „Ich bin meinem Team sehr dankbar für den großartigen Einsatz und die große Fürsorge gegenüber unseren Brustkrebs-Patientinnen. Mein Dank gilt ebenfalls Dr. med. Hermann Voß, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sowie Leiter des Brustkrebszentrums, und seinem Team, die die betroffenen Patientinnen operativ hervorragend versorgen und mit uns zum Wohl unserer Patientinnen am Klinikum Dessau ausgezeichnet zusammenarbeiten.“

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