Wirbelsäulenzentrum erreicht neuen Höchststand bei Eingriffszahlen

Das Interdisziplinäre Wirbelsäulenzentrum am Städtischen Klinikum Dessau setzt seine erfolgreiche Entwicklung konsequent fort. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 771 operative Eingriffe durchgeführt – ein neuer Höchstwert seit Bestehen des Zentrums. Im Vergleich zum Gründungsjahr 2023 mit 539 Operationen entspricht dies einer Steigerung von rund 43 Prozent. Auch im Vergleich zum Jahr 2024 (584 Eingriffe) zeigt sich ein klarer Aufwärtstrend.
Die kontinuierlich steigenden Fallzahlen sind Ausdruck einer hohen Akzeptanz und eines gewachsenen Vertrauens der Einweiser und Patienten in die Leistungsfähigkeit des Zentrums. Zugleich gelten hohe Fallzahlen in der modernen Medizin als relevanter Qualitätsindikator: Sie gehen in der Regel mit zunehmender Behandlungserfahrung, standardisierten Abläufen sowie verbesserten klinischen Ergebnissen einher.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit als zentrales Strukturmerkmal
Seit der Gründung im Jahr 2023 basiert das Behandlungskonzept des Wirbelsäulenzentrums auf einer engen und strukturierten Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Experten aus Neurochirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Anästhesiologie, Neuroradiologie, Neurologie und Physiotherapie bündeln ihre Kompetenzen, um eine umfassende und fachübergreifende Versorgung zu gewährleisten.
Ein wesentliches Element ist die regelmäßige interdisziplinäre Fallbesprechung. Komplexe Krankheitsbilder werden dabei gemeinsam bewertet, um auf dieser Grundlage eine individuell abgestimmte Behandlungsstrategie festzulegen. „Erkrankungen der Wirbelsäule betreffen häufig sowohl knöcherne Strukturen als auch das Nervensystem. Eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Fachdisziplinen ist daher unerlässlich, um eine optimale Therapieentscheidung zu treffen“, erläutert Dr. med. Balazs Szirtes, Oberarzt der Orthopädie und Co-Leiter des Wirbelsäulenzentrums.
Differenziertes Therapiespektrum mit klarem Stufenkonzept
Das Wirbelsäulenzentrum verfolgt einen klar strukturierten, ganzheitlichen Therapieansatz. Vorrangiges Ziel ist es, konservative Behandlungsmöglichkeiten konsequent auszuschöpfen. Hierzu zählen unter anderem medikamentöse Therapien, physiotherapeutische Maßnahmen sowie interventionelle Schmerzverfahren. Erst bei unzureichendem Therapieerfolg erfolgt die gemeinsame Indikationsstellung für operative Maßnahmen im interdisziplinären Team.
Das operative Leistungsspektrum umfasst sowohl minimalinvasive Verfahren als auch komplexe rekonstruktive Eingriffe. Dazu gehören unter anderem Bandscheibenprothesen, stabilisierende und versteifende Operationen sowie die operative Versorgung von Wirbelkörperfrakturen. Ergänzt wird das Angebot durch spezialisierte Verfahren der interventionellen Schmerztherapie, wie die Implantation von Neurostimulatoren sowie Schmerz- und Medikamentenpumpen.
„Unser Anspruch ist es, für jeden Patienten ein individuell abgestimmtes und möglichst schonendes Behandlungskonzept zu entwickeln. Dabei steht stets die bestmögliche funktionelle Wiederherstellung im Mittelpunkt“, betont Oleksandr Pichkur, Oberarzt der Neurochirurgie und ebenfalls Co-Leiter des Wirbelsäulenzentrums.
Zertifizierte Versorgungsqualität auf hohem Niveau
Die hohe fachliche Qualität und die konsequent interdisziplinäre Ausrichtung des Zentrums werden durch die Zertifizierung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) als Wirbelsäulenspezialzentrum bestätigt. Das Städtische Klinikum Dessau zählt damit zu den wenigen spezialisierten Einrichtungen dieser Art in Sachsen-Anhalt und nimmt eine zentrale Rolle in der regionalen Versorgung von Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen in der Region Anhalt-Dessau-Wittenberg ein.
Kontakt und Termine
Termine für die Wirbelsäulensprechstunde können telefonisch unter 0340 501-1805 oder per E-Mail an neurochirurgie@mvzdessau.de für den Fachbereich Neurochirurgie sowie unter 0340 501-1306 oder per E-Mail an orthopaedie.alten@mvzdessau.de für den Fachbereich Orthopädie vereinbart werden.




