Wenn der Alltag zur Belastung wird: Moderne Hilfe bei Inkontinenz

Eine volle Blase, der ständige Blick nach der nächsten Toilette oder die Angst vor „kleinen Unfällen“ – für viele Menschen ist Inkontinenz eine enorme Belastung im Alltag. Trotzdem sprechen die wenigsten offen darüber. Scham, Unsicherheit oder die Hoffnung, dass die Beschwerden von allein verschwinden, führen oft dazu, dass Betroffene jahrelang leiden, ohne sich Hilfe zu suchen. Dabei gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, Beschwerden deutlich zu lindern oder sogar vollständig zu behandeln.
Anlässlich der 18. Welt-Kontinenz-Woche vom 15. bis 21. Juni 2026 setzt auch das Städtisches Klinikum Dessau ein Zeichen gegen das Schweigen rund um das Thema Inkontinenz. Die bundesweite Aktionswoche der Deutsche Kontinenz Gesellschaft möchte Betroffenen Mut machen, offen über ihre Beschwerden zu sprechen und medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Schätzungen zufolge leiden rund zehn Millionen Menschen in Deutschland an Harn- oder Stuhlinkontinenz. Frauen und Männer aller Altersgruppen können betroffen sein. Die Beschwerden schränken nicht nur die Lebensqualität ein, sondern wirken sich häufig auch auf soziale Kontakte, Partnerschaft, Beruf und Selbstwertgefühl aus. Umso wichtiger ist es, frühzeitig professionelle Unterstützung zu suchen.
„Viele Betroffene ziehen sich aus Scham zurück und versuchen, mit den Beschwerden allein zurechtzukommen. Dabei gibt es heute sehr gute Behandlungsmöglichkeiten, die individuell auf die Ursache abgestimmt werden können“, erklärt Chefarzt Arturo Rivera Mejia. „Niemand muss Inkontinenz einfach hinnehmen.“
Die Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie des Klinikums bietet moderne Diagnostik- und Therapieverfahren für Frauen und Männer an – von konservativen Maßnahmen wie Beckenbodentraining und medikamentöser Therapie bis hin zu modernen operativen Verfahren.
Im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche lädt das Klinikum deshalb am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, ein. Unter dem Titel „Operative Hilfe bei Inkontinenz bei Mann und Frau“ erwartet Interessierte ein informativer Nachmittag mit verständlichen Fachvorträgen und der Möglichkeit, direkt mit den Experten ins Gespräch zu kommen.
Den Auftakt gestaltet Dr. med. Sophie Köpernik mit dem Vortrag „Selbst ist die Frau – Inkontinenz? Wir (be)handeln!“. Im Anschluss spricht Oberarzt Viktor Moseichuk zum Thema „Männliche Inkontinenz: offen sprechen, besser leben“.
Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte. Neben medizinischen Informationen steht vor allem eines im Mittelpunkt: das Gefühl, mit dem Problem nicht allein zu sein. Denn Inkontinenz ist keine persönliche Schwäche, sondern eine weit verbreitete Erkrankung – und in vielen Fällen gut behandelbar.
Neben den Vorträgen besteht für Interessierte die Möglichkeit, mit den Fachärzten ins Gespräch zu kommen sowie individuelle Fragen zu klären. Auch Terminvereinbarungen können vor Ort erfolgen.
Termin: Donnerstag, 18. Juni 2026
Uhrzeit: 15:00 bis 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Städtisches Klinikum Dessau, Cafeteria, Auenweg 38, 06847 Dessau-Roßlau
Teilnahme: Die Veranstaltung ist gebührenfrei.
Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich.




