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Über 1 Mio. € bis 2029 für das Kompetenznetz Seltene Erkrankungen

Pro Jahr stellt das Gesundheitsministerium rund 250.000 Euro zur Verfügung. Seit 2013 bietet das von der Universitätsmedizin Magdeburg koordinierte Netzwerk Betroffenen und Angehörigen eine zentrale Anlaufstelle. In enger Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Halle und dem Städtischen Klinikum Dessau trägt das MKSE maßgeblich zur Verbesserung von Diagnostik, Versorgung und Forschung im Bereich der Seltenen Erkrankungen bei.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne würdigt die wertvolle Arbeit: „Das MKSE ist für Betroffene und ihre Familien von unschätzbarem Wert. Mit der Förderung in den kommenden vier Jahren bauen wir diese wichtige Kontakt- und Koordinierungsstelle weiter aus. Ich danke den Beteiligten aller drei Kliniken für ihren engen Austausch und die Bündelung ihrer Expertise. Die Patientinnen und Patienten profitieren von einer möglichst schnellen und zielführenden Diagnostik sowie Versorgung und damit auch von einer besseren Lebensqualität.”

Dr. Katharina Schubert, Ärztliche Leiterin und Lotsin des Magdeburger Zentrums für Seltene Erkrankungen am Universitätsklinikum Magdeburg, die den Standort Magdeburg gemeinsam mit Prof. Martin Zenker als Standortsprecher und Direktor des Instituts für Humangenetik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg vertritt, betont: „Wir begrüßen die besondere Förderung durch die Landesregierung Sachsen-Anhalt und danken für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam die Versorgung für Menschen mit Seltenen Erkrankungen nachhaltig zu verbessern und die Strukturen im Land weiter zu entwickeln.“

„Seltene Erkrankungen manifestieren sich häufig bereits im Kindes- und Jugendalter. Die Förderung des Mitteldeutschen Kompetenznetz Seltene Erkrankungen durch die Landesregierung ist ein entscheidender Schritt um sicherzustellen, dass in unserer Region Betroffene jeden Alters bestmöglich und zukunftsorientiert versorgt werden“, sagt Prof. Dr. Simone Hettmer, Direktorin der Universitätsklinik und Poliklinik für Pädiatrie I der Universitätsmedizin Halle, die den Bereich Seltene Erkrankungen am Universitätsklinikum Halle (Saale) gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Walter A. Wohlgemuth, Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Radiologie, vertritt.

Prof. Dr. med. Christoph U. Herborn, Ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikums Dessau: „Seltene Erkrankungen stellen an die medizinische Versorgung besonders hohe Anforderungen, da Expertise, Diagnostik und Therapie häufig an unterschiedlichen Stellen gebündelt sind. Das MKSE ermöglicht es uns, diese Expertise gezielt zusammenzuführen und für die Patienten im Land nutzbar zu machen. Die Förderung stärkt verlässliche Versorgungswege, verkürzt diagnostische Prozesse und verbessert die Abstimmung zwischen ambulanter und stationärer Behandlung – ein entscheidender Gewinn für die klinische Praxis, die medizinische Forschung und die Betroffenen gleichermaßen.“

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