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Ritterschlag für Prof. Hans-Dieter Göring

Dem ehemaligen Chefarzt der Hautklinik des Städtischen Klinikums Dessau und Ehrenbürger der Stadt Dessau-Roßlau, Prof. Dr. med. habil. Hans-Dieter Göring, ist jetzt für seine wissenschaftlichen Leistungen und ärztliches Wirken der Rang eines Ritters des Askanischen Hausordens „Albrecht der Bär“ verliehen worden, unter anderem für die Untersuchungen der verstorbenen Mitglieder der anhaltischen Herzogsfamilie (Askanier). Die Auszeichnung erhielt Prof. Göring aus den Händen von Prinz Julius Eduard Herzog von Anhalt.

Der Herzoglich Anhaltische Hausorden Albrecht der Bär wurde am 18. November 1836, dem 666. Todestag Albrechts des Bären, durch die drei Herzöge Heinrich von Anhalt-Köthen, Leopold IV. von Anhalt-Dessau und Alexander Carl von Anhalt-Bernburg als gemeinsamer Hausorden gestiftet.

Die Aufgabe des Ordens besteht in der Bewahrung und Vermittlung der Werte des christlichen Abendlandes, in der Treue und Unterstützung des Herzoglichen Hauses, in caritativer Arbeit, so wie in der kulturellen und gesellschaftlichen Aufbauarbeit unseres Landes.

Prof. Göring übernahm 1986 die Hautklinik des Bezirkskrankenhauses, dem Vorgänger des Städtischen Klinikums und profilierte sie zu einer der bekanntesten, und modernsten Hautkliniken Deutschlands. Unter seiner Leitung wurden die Dermatochirurgie, Dermatohistologie, Andrologie, UV-Therapie und Allergologie an der Hautklinik Dessau eingeführt und die Immunologie und Mykologie am Klinikum fachübergreifend etabliert. Er gründete nicht nur das Immunologische Zentrum, sondern war auch Initiator des Tumorzentrums Anhalt, dessen Vorsitzender er bis zum seinem 70. Geburtstag war und  für dessen  ehrenamtliche Arbeit er sich trotz seiner eigenen, mehrfachen Krebserkrankungen leidenschaftlich einsetzte. Heute ist er Ehrenvorsitzender des Tumorzentrums.

1995 beschrieb er als erster Arzt weltweit ein neues Krankheitsbild, das sich in Haut- und Leberveränderungen zeigte und welches von japanischen und ungarischen Wissenschaftlern bestätigt wurde. Frühzeitig beschäftigte er sich auch mit der Sarkoidose und dem hereditären Angioödem, zwei seltenen Krankheitsbildern, die viele hilfesuchenden Patienten aus ganz Deutschland nach Dessau führten.

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