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Neuer Inkubator sorgt für maximale Sicherheit beim Transport von Säuglingen

Seit wenigen Tagen steht dem Städtischen Klinikum sowie dem Rettungsdienst ein neuer Transportinkubatur zur Verfügung. Intensivpflichtige Neugeborene kommen damit sicher und komfortabel in das Klinikum. „Bei Frühgeburten sind häufig Organe oder Hirnstrukturen noch nicht genügend ausgebildet. Eine intensivmedizinische Behandlung im Klinikum hilft langfristige Schädigungen zu verhindern oder zu verringern“, so Isabel Hintersdorf, Fachärztin für Neonatologie und Leitende Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

„Bislang erfolgten diese Transporte mit einem älteren Model. Wir haben nun rund 100.000 Euro in das neue Rettungssystem investiert und halten es für eine sehr gute Investition in die Zukunft“, so Dr. med. André Dyrna, Verwaltungsdirektor des Städtischen Klinikums.

Der transportable „Brutkasten“ ermöglicht den sicheren und schonenden Transport von Früh- und Neugeborenen in Fahrzeugen sowie im Hubschrauber. Für diese Transporte bedarf es einer Spezialausstattung - schließlich muss alles, was benötigt wird, mobil und transportsicher auf kleinem Raum untergebracht werden.

Der Transportinkubator verfügt u.a. über ein elektrohydraulisches Fahrgestell, hiermit kann das System mit einem Eigengewicht von über 120 kg völlig ohne Kraftaufwand bewegt und verladen werden. „Das Baby kann, für eine gewisse Zeit auch ohne externen Anschluss an Strom oder medizinische Gase, gewärmt, überwacht und im Bedarfsfall auch beatmet werden. Durch Infusionspumpen kann es zudem mit lebenswichtigen Medikamenten versorgt werden“, so Susanne Siebenhaar, Abteilungsleiterin Biomedizintechnik.

Große Eingriffsklappen sowie eine herausziehbare Liegefläche erlauben den betreuenden Ärzten jederzeit, sich um ihren kleinen Patienten zu kümmern. Während des Transportes ist das Baby in einem Rückhaltesystem gesichert und kann damit bestens umsorgt das Ziel der weiteren Behandlung erreichen.  

Im Klinikum angekommen wird das Neugeborene von den Kollegen der Neonatologie in Empfang genommen und auf dem schnellsten Wege auf die Kinder-Intensivstation gebracht.

"Mit dem neuen Transportinkubator leisten wir unseren Beitrag aus Dessau-Roßlau zu einer qualitativ hochwertigen und verantwortungsbewussten Versorgung in unserer Region“, so Priv.-Doz. Dr. med. habil. Stefan Fest, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin. Pro Jahr werden rund 30 Einsätze mit dem Transportinkubator durchgeführt.

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