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Neuer 1,5-Tesla-MRT erfolgreich geliefert

Seit Anfang Juni finden in der Radiologie umfassende Umbauarbeiten statt, um die Räumlichkeiten für mehrere neue diagnostische Großgeräte vorzubereiten und durch eine veränderte Anordnung die Arbeitsabläufe zu optimieren. Im Zuge dieser Maßnahmen werden zwei Computertomographen und ein Magnetresonanztomograph (MRT) ersetzt, ein weiteres MRT wird modernisiert. Die bisherige Technik stammte aus dem Jahr 2007 und hatte nach 18 Jahren Einsatz das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt die Investition mit Fördermitteln in Höhe von 4,3 Millionen Euro.

Gestern wurde nun der neue 1,5-Tesla-Magnetresonanztomograph von Philips angeliefert und in den Fachbereich Radiologie gebracht. Im Gegensatz zum bereits gelieferten CT musste das 3,5 Tonnen schwere Gerät mithilfe eines Schwerlastkrans durch die Außenwand in den ersten Stock gehoben werden. Drei Philips-Techniker sowie vier Speditionsmitarbeiter waren knapp zwei Stunden damit beschäftigt, das Gerät über eine Strecke von rund 100 Metern an seinen endgültigen Standort zu bewegen. Dort wird es nun Schritt für Schritt aufgebaut und für den klinischen Betrieb vorbereitet.

Der neue MRT bringt nicht nur modernste Technik, sondern auch wichtige praktische Vorteile mit sich. Sein Magnet benötigt für die Kühlung lediglich rund 7 Liter Helium – während der benachbarte 3,5-Tesla-MRT dafür etwa 1.600 Liter benötigt. Auch bei der Bildgebung überzeugt der 1,5-Tesla-Scanner: Er liefert eine sehr gute Bildqualität für Routine- und Ganzkörperuntersuchungen, ist dabei weniger anfällig für Störartefakte durch Metalle wie Zahnfüllungen oder Gelenkprothesen und eignet sich besonders gut für Patientinnen und Patienten mit Implantaten. Zudem ist die Gewebeerwärmung während der Untersuchung deutlich geringer als bei einem 3-Tesla-MRT, was zu mehr Sicherheit und Komfort beiträgt. Auch die Röhrenöffnung ist größer. Damit, so hofft man, haben Kinder oder klaustrophobische Menschen weniger Probleme.

Darüber hinaus ist die 1,5-Tesla-Technologie weit verbreitet, zuverlässig und im Unterhalt kostengünstiger, was einen reibungslosen Betrieb langfristig unterstützt.

Prof. Dr. med. Christoph U. Herborn, Ärztlicher Direktor und Facharzt für Radiologie, betont: „Mit der Investition in modernste MRT- und CT-Technik machen wir einen weiteren großen Schritt nach vorn. Der neue 1,5-Tesla-Scanner bietet exzellente Bildqualität bei gleichzeitig höherem Patientenkomfort und mehr Sicherheit – insbesondere für Menschen mit Implantaten oder Platzangst. Damit können wir die Diagnostik im Klinikum nicht nur schneller und präziser gestalten, sondern auch auf einem Niveau anbieten, das mit jeder großen Universitätsklinik vergleichbar ist. Für unsere Patientinnen und Patienten in Dessau-Roßlau bedeutet das eine radiologische Versorgung auf höchstem Standard.“

Mit dem neuen Gerät ist die Radiologie des Klinikums bestens für die zukünftigen diagnostischen Anforderungen aufgestellt.

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