42 Jungs und Mädchen schnuppern in die Berufswelt






Auch dieses Jahr fanden sich mehr als 40 Jungen und Mädchen zum Girls‘- und Boys‘-Day im Klinikum ein. Der deutschlandweite Zukunftstag soll dazu beitragen, traditionelle Geschlechterrollen in der Berufswahl aufzubrechen. Deshalb erhielten die Schüler praxisnahe Einblicke in verschiedene Berufsfelder, die nicht ganz typisch männlich oder weiblich sind. Die Mädchen lernten die Logistik, das Labor und das Energie- und Abfallmanagement kennen und die Jungs beschäftigten sich mit Pflege und Hygiene.
Dr. med. Michael Schywalsky begrüßte die Mädels im Labor. Mit „Wie heißt euer Laborarzt?“ nahm er die erste Scheu vor der fremden Materie und dozierte über den Beruf des Labormediziners und wie dieser mit analytischem Vorgehen feststellt, welche Krankheiten hinter bestimmten Symptomen stecken könnten. Mit Dr. rer. nat. Claudia Heindorff und Dr. med. Martin Külz ginge es dann in die Bereiche des Labors, wo auf die Mädchen bunte Nährlösungen in Petrischalen und Mikroskope warteten. Die Stippvisite im Zentrum zur Befundung menschlichen Flüssigkeiten, sei es nun Blut, Urin oder Stuhl, schien ihren Zweck nicht ganz zu verfehlen. Es wurde etwas verschämt nach den schulischen Voraussetzungen für einen Labormediziner gefragt. Schywalsky ließ es sich nicht nehmen, die verschiedenen Ausbildungs- und Studienwege den interessierten Mädchen zu erläutern und ihnen Praktika anzubieten, sollten sie Lust auf‘s Labor haben.
Ungläubige Blicke erntete zunächst Marcel Lorenz, Energie-, Abfall- und Umweltmanager des Klinikums, als er die Mädchengruppe begrüßte und verschiedene Elektrogeräte aus einer Kiste holte. Das änderte sich aber schnell, als er den 11- bis 14-Jährigen das Thema Energiemanagement lebensnah präsentierte. So konnten sie sich an improvisierten Stromverbrauch-Messreihen versuchen und mussten feststellen, dass Stromverbrauch auch dann auftritt, wenn kein Gerät am Kabel angeschlossen ist.
Die Jungs lernten derweil an verschiedenen Stationen wie Blutdruck und Puls gemessen werden, wie es sich dank Alterssimulationsanzug anfühlen würde, wenn ihr Körper plötzlich 60 Jahre älter wäre, und wie es ist, einen alten Menschen zu füttern sowie warum Hygiene im Krankenhaus so wichtig ist.
Mutige ließen sich dann in der Notaufnahme auch noch eingipsen, ohne zu ahnen, dass die Schwester keine Zeit mehr haben würde, denselben wieder zu entfernen. So wurde das abschließende Mittagessen für manche zur Herausforderung, aber sie hatten zumindest eine Schocker-Geschichte für zu Hause.
Ein großer Dank geht an alle Kolleginnen und Kollegen, die bei der Organisation und der Durchführung des Zukunftstags halfen.