
Kniegelenkersatz mit OP-Roboter VELYS™ am Klinikum Dessau
Mehr Präzision beim künstlichen Kniegelenk: Im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) des Städtischen Klinikums Dessau unterstützt die VELYS™ Robotic-Assisted Solution erfahrene Chirurgen beim Kniegelenkersatz. Die Technik ermöglicht eine individuell abgestimmte Operationsplanung – ohne zusätzliche Computertomographie (CT).
Wie funktioniert eine Knieoperation mit VELYS™?
Jedes Knie ist anders. Beim Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks müssen deshalb nicht nur die Knochen, sondern auch die Beinachse, die Bandspannung und die Beweglichkeit berücksichtigt werden.
VELYS™ von Johnson & Johnson MedTech unterstützt unsere Operateure dabei. Während der Operation werden anatomische Bezugspunkte am Knie erfasst. Kameras und optische Sensoren liefern Daten, mit denen sich die Position der Knieprothese individuell planen lässt. Der Roboter hilft anschließend, die notwendigen Knochenschnitte präzise auszuführen.
Wichtig: Der Roboter operiert nicht selbstständig. Alle medizinischen Entscheidungen und die Kontrolle über den Eingriff bleiben beim Chirurgen.
Welche Vorteile bietet VELYS™?
- Individuelle Anpassung: Die Position der Knieprothese wird auf die Anatomie des Patienten abgestimmt.
- Hohe Präzision: Knochenschnitte lassen sich exakt planen und umsetzen.
- Mehr Informationen: Bandspannung, Beweglichkeit und Gelenkstabilität fließen in die Planung ein.
- Keine zusätzliche CT-Planung: Die benötigten Daten werden während der Operation erhoben. Übliche Röntgenuntersuchungen können weiterhin notwendig sein.
Studien zeigen Vorteile bei der Genauigkeit der Implantatpositionierung und teilweise bei der frühen Erholung. Ob robotergestützte Eingriffe langfristig bessere Behandlungsergebnisse oder eine längere Haltbarkeit der Prothese ermöglichen, ist noch nicht abschließend geklärt.
Wann ist ein künstliches Kniegelenk sinnvoll?
Bei fortgeschrittener Kniearthrose können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen den Alltag erheblich belasten. Helfen Physiotherapie, Muskeltraining, Gewichtsreduktion und Schmerztherapie nicht mehr ausreichend, kann ein künstliches Kniegelenk sinnvoll sein.
Ob eine Operation notwendig ist und VELYS™ eingesetzt werden kann, entscheiden unsere Spezialisten nach einer individuellen Untersuchung. Nach dem Eingriff beginnt die Mobilisation in der Regel frühzeitig. Wie schnell die Rückkehr in den Alltag gelingt, hängt vom persönlichen Heilungsverlauf ab.
Erfahrung und geprüfte Qualität im EPZmax
Unser Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung ist seit 2019 nach EndoCert® zertifiziert und wurde im September 2026 erneut erfolgreich rezertifiziert. Allein 2024 und 2025 wurden mehr als 1.200 Operationen an Hüfte und Knie einschließlich Wechseloperationen durchgeführt.
Das EPZmax wird von Falk Sonnabend geleitet. Die robotergestützte Kniechirurgie mit VELYS™ führt Dr. med. Marek Rayzacher, Leitender Oberarzt, Koordinator und Senior-Hauptoperateur des EPZmax, am Klinikum Dessau ein.
Unsere Patienten profitieren von erfahrenen Operateuren, abgestimmten Behandlungsabläufen und einer Betreuung von der ersten Untersuchung über die Operation bis zur Rehabilitation. Mit VELYS™ erweitern wir diese Versorgung um moderne robotergestützte Kniechirurgie – direkt hier in Dessau.
Beratung und Terminvereinbarung
Sie haben Kniearthrose oder anhaltende Knieschmerzen? Unsere Spezialisten beraten Sie, welche Behandlung für Sie infrage kommt und ob ein robotergestützter Kniegelenkersatz sinnvoll ist.
Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax)
Städtisches Klinikum Dessau
Auenweg 38, 06847 Dessau-Roßlau
Telefon: 0340 501-1306 oder 0340 501-4004





