Arthrose im Handgelenk: Prothese kann Beweglichkeit erhöhen



Künstliche Gelenke an der Hüfte oder dem Knie sind mittlerweile etablierte Routine, wenn das natürliche Gelenk die Mobilität einschränkt. Weniger bekannt ist, dass es auch für von Arthrose betroffene Handgelenke einen Ersatz gibt. Die Handchirurgie des Städtisches Klinikums Dessau ist einer von lediglich zwei Standorten in Sachsen-Anhalt, die solch ein künstliches Gelenk implantieren. Dr. med. Jochen Winter, Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie: „Bereits seit vier Jahren führen wir diesen Eingriff erfolgreich am Klinikum durch. Früher hat man bei Gelenkverschleiß das Handgelenk versteift. Mit der Handgelenkprothese haben wir nun eine wirksame Methode, um die Beweglichkeit der Hand zu erhalten und Schmerzen zu begegnen. Selbst bereits versteifte Gelenke, können so wieder an Beweglichkeit gewinnen.“
Das Handgelenk besteht aus einer Vielzahl von Einzelgelenken. Wenn nur einzelne davon beschädigt sind, wird immer zuerst nach „biologischen“ Möglichkeiten gesucht, um die schmerzhaften Gelenkanteile auszuschalten und die gesunden weiterhin zu erhalten. „Falls aber sämtliche Handwurzelgelenke eine Arthrose aufweisen, dann bleibt nur noch die komplette Versteifung oder eben der Einsatz in Form eines künstlichen Handgelenks.“
Die OP zur Implantation des künstlichen Handgelenks dauert rund zwei Stunden. Voraussetzung für den Eingriff ist eine Überweisung durch einen Orthopäden oder Chirurgen. Termine hierfür wie auch weitere Informationen zum Eingriff in der Handchirurgischen Sprechstunde vergibt die Interdisziplinäre Fachambulanz unter der Nummer 0340 501-1280.




